Mehl ist ein Getreideprodukt und hat je nach Mehl-Type eine feinere oder gröbere Konsistenz und Textur. Der Grad der Ausmahlung bestimmt den Mehltyp. Die Herstellung von Mehl erfolgt aus vielen Getreidearten, die teilweise auch in Europa heimisch sind. Gut backfähige Getreide sind Dinkel, Weichweizen, Hartweizen, Roggen, Einkorn, Emmer und Kamut. Glutenfreie Getreide sind Teff, Buchweizen, Hirse, Amaranth, Mais und Reis. Aus Dinkel, Weizen und Roggen entstehen dabei in verschiedenen Schritten durch wiederholtes Mahlen und Sieben erst Vollkornschrot, Vollkornmehl und Kleie, dann Grieß, Dunst und schließlich feines, pulverförmiges Mehl. Die glutenfreien Getreide haben keine Typenbezeichnung, diese sind entweder als Vollkornmehl oder helles Mehl und teilweise auch als Flocken erhältlich.
Welches Mehl ist nun eigentlich für was geeignet?
Weichweizenmehle und Dinkelmehle sind die idealen Allroundmehle für fast alle Gebäcke wie Brot, Brötchen, Pizza, Kuchen, Torten und Kekse. Roggenmehle hingegen eignen sich eher für rustikales Brot und dunkle Brötchen. Hartweizenmehl und Hartweizengrieß sind der Klassiker für die Herstellung von Nudeln und Pasta. Getreide wie Hafer und Gerste enthalten weniger Gluten als Dinkel oder Weizen und sind durch das schwache Klebergerüst deshalb auch weniger backfähig. Hafer enthält von Natur aus sehr wenig Klebereiweiß und wird teilweise auch völlig glutenfrei angebaut und angeboten. Ein reines Haferbrot gelingt z. B. mit Haferflocken, Sauerteig oder Joghurt. Für einen fein nussigen Geschmack kann Hafermehl in Mischbroten rund 25 % des Dinkel- oder Weizenmehls ersetzen. Auch jene Getreide, die von Natur aus glutenfrei sind, und zwar Hirse, Teff, Buchweizen, Amaranth, Mais oder Reis, können zum Brotbacken ebenfalls mit Dinkelmehl oder Weizenmehl gemischt werden. Glutenfreie Mehle eignen sich vor allem für Fladenbrote, Kuchen, Muffins oder Kekse. Aus glutenfreien Mehlen gelingen außer Flachgebäcken auch besonders aromatische Nudeln, Pfannkuchen, Quiches und Tartes.
4 Antworten
Aus dem Rezept: “Den Teig ca. 1,5 Stunden ruhen lassen, dann mit bemehlten Händen 2 – 3 Brote formen. Die geformten Brote nochmals 5 – 10 min ruhen lassen, danach einschießen.”
Was bedeutet “einschießen”?
Schöne Grüße Michael
besten Dank für Ihre Rückfrage. “Einschießen” bedeutet einfach, die Brote in den Ofen zu schieben. Die Zubereitungsanleitung ist dahingehend geändert:
Den Teig ca. 1,5 Stunden ruhen lassen, dann mit bemehlten Händen 2 – 3 Brote formen. Nun den Backofen vorheizen.
Die geformten Brote nochmals 5 – 10 min ruhen lassen, danach die Brote in den Ofen schieben.
Der Teig kann nach der Ruhezeit auch in zwei gefettete Kastenformen gegeben und dann die Brote darin gebacken werden.
Backzeit bei Ober- und Unterhitze 1 Stunde bei 200 °C , bei Umluft 1 Stunde bei 190 °C .
Wie lange kann man z.B. das Roggen-Vollkornmehl lagern? Ich bin reiner Hobbybäcker und manchmal habe ich eine längere Pausen zwischen meinen “Backtagen”.
MfG : K.H. Thurm
Hallo ich habe einen holzbackofen. Auf you tube unter: holzbackofen claus berthold und holzbackofen teil 2 claus berthold.
Bitte teilen sie mir mit bei welcher themperatur und zeit ihr rezept -dinkelbrot-verwendet werden kann.
Vielen dank für ihre mühe.
Claus berthold