Dinkel wird häufig auch als „Ur-Weizen“ bezeichnet. Ursache dafür ist vermutlich die Tatsache, dass er eng mit dem Weizen verwandt ist und in Europa schon seit der Steinzeit verwendet wird. Er ist nicht so ertragreich wie Weizen, verträgt dafür raueres Klima und ist resistenter gegen Krankheiten. Die europäischen Hauptanbaugebiete sind Baden-Württemberg, Frankreich und Belgien. Nachdem er lange vom Weizen fast verdrängt war, erlebt Dinkel in jüngerer Zeit vor allem im Bio– und Naturkostbereich eine Renaissance. Vor allem für die Babynahrung und Kleinkindernährung wird er gerne verwendet, was sicherlich an seinen vielen wertvollen Inhaltsstoffen liegt:
100g Dinkel enthalten 14g Eiweiß und 9g Ballaststoffe, außerdem natürlich Kohlenhydrate und Fett sowie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Zellaufbaustoffe. Da er zudem einen hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren (26,8% Linolsäure und 26,4% Ölsäure) besitzt, ist er für die menschliche Ernährung besonders wertvoll.

Weizenallergiker
vertragen Dinkel oft besser. Bei Zöliakie ist er jedoch nicht zu empfehlen, da er nicht glutenfrei ist. Backwaren aus Dinkel brauchen längere Knet- und Ruhezeiten als Weizen und haben meist eine festere Konsistenz. Er ist daher für locker-leichtes Gebäck nicht die erste Wahl.

Dinkelmehl wird bei uns am häufigsten in der Type 630 angeboten, seltener in den Typen 812 und 1050.

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